Lärm als Krankmacher

Lärm kann Ursache für physiologische und psychologische Erkrankungen sein – das belegen mittlerweile eine Reihe von Studien. Ein zu hoher Schallpegel bewirkt irreversible Schädigungen des Gehörs. Schlafstörungen und Stressreaktionen sind Resultate von zu hoher und andauernder Lärmbelastung. Wird der Schlaf durch wiederholt auftretende Schallreize gestört, beeinträchtigt das die Erholungsfunktion des Schlafes empfindlich.

Die Auswirkungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
– Veränderung des Hirnstrombildes im Sinne einer Aktivitätssteigerung der Hirnrinde
– Beeinträchtigung der Schlafqualität durch gehäufte Aufwachreaktionen
– Zunahme der Wachzeit
– Zunahme des Flachschlafes (Abnahme des Tiefschlafes)
 
Die Folgen sind chronische Ermüdungszustände, Nervosität, Reizbarkeit, reduzierte Leistungsbereitschaft sowie erhöhte Krankheitsanfälligkeit.
 
Besonders Kinder sind dabei gefährdet. Bei ihnen wurde beobachtet, dass bei zu hoher Lärmbeeinträchtigung viele Entwicklungsprozesse negativ beeinflusst werden. Kinder können überreagieren und haben Schwierigkeiten, Bewältigungsstrategien gegen die Lärmreaktivität auszubilden.
Psychologische Auswirkungen können Konzentrationsstörungen oder Störungen des zentralen und vegetativen Nervensystems sein. Damit verbunden sind Bluthochdruck und Erhöhung der Herzfrequenz.

Mit einer Zunahme der Belastung bei Verkehrslärm ist zu rechnen, da die Fahrzeuge immer schwerer werden und oft breitere Reifen haben.

Quelle: Aecherli, W.: Umweltbelastung Lärm, Verlag Rüegger Zürich/Chur, 2004

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